Referenzen

Archäologische

Ausgrabungen 

Vieten

Referenzen


Projekte ab 2014


  • Düren, Hoeschplatz, Günther-Peill-Straße

 

Die Verlegung einer Stromleitung für den Weihnachtsmarkt machte eine archäologische Begleitung notwendig.

Hierbei wurden zwei neuzeitliche Ziegelsteinmauern im Planum freigelegt. Diese Ziegelsteinmauern gehören zu einer Garteneinfassung und zu kleinen Häusern, die vor 1900 an der Peschstraße (heute Günther-Peill-Straße) gelegen haben. Beide Baustrukturen datieren aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.

Neuzeitliche Ziegelsteinmauer


  • Frechen, Rosmarstraße 22-24

Bei dem Bau eines Mehrfamilienhauses im Töpfereibezirk der Stadt Frechen kamen mehrere Öfen und zahlreiche Keramikfunde aus Abwurfgruben zutage. 

 

Der aufgedeckte Steinzeugofen datiert aufgrund verbackener Keramik ans Ende des 16. oder Anfang des 17. Jahrhunderts. Von dem Ofen waren ein fast intakter Feuerraum und die unteren Partien des Brennraumes gut erhalten. Der Brennraum zeichnete sich als verziegelte Fläche im Boden ab.

Am westlichen Rand des Grundstücks konnte ein Nord-Süd ausgerichteter, durch mehrere Umbauten veränderter Irdenwarenofen dokumentiert werden. Während der untere Teil des Brennraumes noch recht gut erhalten ist, sind vom Feuerraum nur noch Reste erhalten, da hier in späterer Zeit ein Keller gebaut wurde. Der Kaminansatz ist erkennbar, aber durch moderne Mauern teilweise überbaut.

Der Irdenwarenofen aus dem frühen 19. Jahrhundert ist in einen älteren Ofen gleicher Ausrichtung gebaut worden. Spuren dieses älteren Ofens lassen sich vor allem im Bereich des Feuerungsraumes und am Rand der Brennkammerwandung erkennen. Ob hier nach 1900 Elektroteile aus Ton gefertigt wurden, die in größerer Anzahl gefunden wurden, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Im Bereich des Steinzeugofens, in den Abwurfgruben und als Streufunde traten vor allem Steinzeugkeramik des 16./17. Jahrhunderts zutage 

Unter dem Steinzeugofen konnte ein Bunker aus der Zeit des 2. Weltkrieges freigelegt werden.

Steinzeugofen: Boden des Feuerungsraumes
Irdenwarenofen


  • Jülich, Schirmerstraße

Im Rahmen derAusschachtungsarbeiten für zwei Mehrfamilienhäuser wurden Reste der renaissancezeitlichen Stadtbefestigung freigelegt. 

 

Von der renaissancezeitlichen Stadtmauer mit ihren auf der Stadtseite liegenden Stützmauern konnte ein 16 m langes Teilstück freigelegt werden. Die Ziegel der Mauer sind im Festungsverband verlegt worden und mit einem sehr festen Kalkmörtel verbunden. Die Mauern wiesen deutliche Spuren von den gezielten Sprengungen der Befestigungsanlagen ab dem Jahr 1860 auf. Der davor liegende Graben einschließlich der Künette war nicht mehr fassbar. Erkennbar war nur noch die massive Verfüllung, die bereits seit dem Beginn der Schleifung der Festung ab Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen hatte und bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg andauerte. Von der stadtabgewandten Seite der Grabenbefestigung konnten drei Mauern unterschiedlicher Ausbauphasen dokumentiert werden.

Des Weiteren traten zeitlich nicht einzuordnende Kieselsteinpflasterungen und ein an die Stadtmauer angebauter moderner Keller zutage.

Mauern der Grabenbefestigung
Renaissancezeitliche Stadtbefestigung


  • Zülpich, Düsseldorfer Straße

Im Rahmen der Erschließung des Baugebiets Düsseldorfer Straße in Zülpich traten bei der Ausschachtung mehrerer Häuser und einer neuen Straße zahlreiche römische Befunde zutage.

 

Bei den Befunden aus der römischen Kaiserzeit handelt es sich um mehrere Gräber zahlreiche Gruben, einen Ofen und einen Brunnen.

Von den Gräbern konnten nur die Umrisse der Grabgruben dokumentiert werden, da die bauseitigen Bodeneingriffe nur sehr gering waren.

Die Feuerung eines kleinen Ofens zeigte sich noch in der Gestalt einiger weniger Ziegel und eines verziegelten Bodens. Die Wände des Brunnens bestanden aus zu Quadern bearbeiteten Sandsteinen. Die Gruben gehörten je nach Größe zu ehemaligen Holzpfosten oder zu Entnahmegruben.

Diese aufgeführten Befunde belegen, dass östlich des römischen Zülpichs (Tolbiacum) entlang der Via Agrippa in Richtung Köln eine römische Villa mit dazugehörigen Gräbern gelegen hat.

Römischer Brunnen
Römischer Ofen


  • Düren, St. Marien

Die Errichtung eines neuen Parkplatzes unmittelbar östlich der Marienkirche in Düren machte eine archäologische Begleitung notwendig. Hierbei wurden zahlreiche Befunde vom späten Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert im Planum freigelegt.

 

Alle freigelegten Mauern gehören zu dem ehemaligen Franziskanerkloster. Die spätmittelalterliche Apsis mit ihren Strebepfeilern zeigte sich in einem guten Erhaltungszustand.

Die entlang der Victor-Gollancz-Straße freigelegten Hausgrundrisse datieren vom ausgehenden Mittelalter bzw. frühen Neuzeit bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Fläche östlich der Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgestaltet und weiter zugebaut.

Zahlreiche Gebeine östlich der Apsis deuten auf einen Friedhof.


Apsis von St. Marien


  • Düren, Schützenstraße

Bei zwei Sondagen wurden Keller aus dem 19. Jahrhundert angetroffen.

 

Die Stadtentwässerung Düren plant in der Schützenstraße zwischen Kölnstraße und Bismarckstraße den Neubau der Schmutz- und Regenwasserkanalisation. Aus diesem Grunde wurden im Rahmen einer Voruntersuchung Sondagen angelegt.

Die beiden Sondagen haben zum Teil gezeigt, dass die Keller der Vorkriegshäuser noch gut erhalten sind und mindestens bis in eine Tiefe von rund 2,70 m unter GOK reichen. Die Keller aus Ziegelsteinen reichen bis zur Straßenmitte. Diese Keller sind anhand der Befunde und der historischen Stadtpläne nach 1806 und vor 1860 zu datieren.

Kellerwand des 19. Jahrhunderts


  • Zülpich-Füssenich, Stift St. Nikolaus

Im Rahmen von Sanierungsarbeiten am Sankt Nikolausstift in Zülpich-Füssenich fanden Erdarbeiten im Hof des Kreuzganges, im Bereich des angrenzenden Nord- und Osttraktes und parallel zu den Wirtschaftsgebäuden statt.

 

Es konnten Teile des im 19. Jahrhundert abgebrochenen östlichen Kreuzgangflügels und seiner Vorgängerbauten erfasst werden. Im Kreuzgang selbst zeigte sich nur eine mit dem Abbruchmaterial des östlichen Kreuzgangflügels verfüllte Grube sowie ein kleiner gewölbter Raum vor dem westlichen Kreuzgangflügel.

Nördlich des Hauptgebäudes ließ sich mehrfach ein barocker niedriger Tunnel erfassen. Zwei übereinanderliegende Pflasterungen vor dem östlichen Zugang zum Hauptgebäude beziehen sich aufgrund ihrer Höhe auf einen heute nicht mehr existierenden Vorgängerbau der heute noch vorhandenen barocken Klosteranlage. Unter diesen Pflasterungen traten mehrere Natursteinmauern und eine große Grube zutage, die anhand der Keramik in das Hoch- bis Spätmittelalter datiert werden können.


 


Mauer östlich der Klostergebäude
Unterschiedliche Pflasterungen östlich der Klostergebäude


  • Zülpich-Füssenich, Pfarrkirche St. Nikolaus (Innenraum)

Im Rahmen von Sanierungs- und Umbaumaßnahmen wurden Mauern und Fußböden aus der Zeit seit dem Hochmittelalter sowie eine Grabplatte des 17. Jahrhundert freigelegt.


Für die Erneuerung der Heizungsanlage waren Bodeneingriffe notwendig, die archäologisch begleitet wurden. Die freigelegten Befunde belegen, dass vor der noch heute erhaltenen Kirche aus dem frühen 18. Jahrhundert ältere Gebäude seit dem Hochmittelalter an diesem Ort standen. Die freigelegten Mauern und Fußböden dürften zu der Vorgängerkirche oder zu den dazugehörenden Klosterbauten gehört haben.

Die aufgedeckten Gräber sind aufgrund fehlender Funde nicht zu datieren.

Eine freigelegte Grabplatte des 17. Jahrhunderts ist der bedeutendste Fund aus der Epoche vor dem Bau der heutigen Kirche.

Die baulichen Veränderungen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert des Klosters spiegeln sich auch in den freigelegten unterschiedlichen Bodenniveaus und den verschiedenen Bodenplatten wider.



Fußboden im ehemaligen Kreuzgang
Grabplatte


  • Zülpich-Füssenich, Pfarrkirche St. Nikolaus (Außengelände)

Während der Sanierung der ehemaligen Prämonstratenserinnenkirche St. Nikolaus wurden bei der Verlegung von Versorgungsleitungen und der Sanierung des Fundamentes zahlreiche Mauern der ersten romanischen Kirche dokumentiert.


Die archäologischen Untersuchungen im Rahmen der Umbaumaßnahmen in der ehemaligen Prämonstratenserinnen Klosterkirche St. Nikolaus in Zülpich-Füssenich haben neue Fakten zur Frühgeschichte des Klosters aufgedeckt.

Unmittelbar östlich der heutigen Kirche konnten die drei Apsiden der ersten Vorgängerkirche teilweise freigelegt werden. In der südlichen Nebenapsis sind noch die Spuren des Standortes des ehemaligen Altar und in der Hauptapsis mindestens drei Bestattungen zu belegen.

Östlich und südlich der ersten Kirche sind Mauern freigelegt worden, die ebenfalls ins Mittelalter zu datieren sind. Ihre Funktion ist noch unklar.




  • Düren Markt

Bei der Neugestaltung des Markplatzes in Düren konnten Marktpflasterungen vom 13. Jh. bis um 1800 ebenso dokumentiert werden wie Fundamente zahlreicher Gebäude, die einstmals den Platz säumten.


In den Randbereichen des Marktplatzes konnten zahlreiche Fundamente, Keller und Böden von der frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert hinein dokumentiert werden.

Von der ehemaligen Marktpflasterung zeigten sich immer wieder Reste. Die unterste Pflasterung datiert ins 13. Jahrhundert. Unter der ältesten Pflasterung konnten wenige Pfostengruben und an anderer Stelle Badorfer und Pingsdorfer Keramik geborgen werden.

Frühneuzeitliche Mauer am Rande des Marktes
Mittelalterliche Marktpflasterung


  • Zülpich, Von-Lutzenberger-Straße

Im Rahmen einer Neubaumaßnahme konnte der mittelalterliche Wall der Zülpicher Stadtmauer untersucht werden.


In der Südostecke des Grundstückes hat sich der Wall der mittelalterlichen Stadtmauer erhalten. Im Schnitt war der Wall sowie die darunter liegende Planierschicht noch deutlich sichtbar. Die Keramik der Planierschicht datiert ins 12.-13. Jahrhundert.


  • Zülpich, Schleidener Straße

Im Rahmen einer Neubaumaßnahme wurden römische Siedlungsreste und ein römisches Brandgrab freigelegt.


Insgesamt konnten die Fundamente von zwei Gebäuden, einem Ofen, drei Gruben und einem Grab freigelegt werden. Durch spätere landwirtschaftliche Nutzung sind die Befunde mit Ausnahme der Gruben nur noch in einer Höhe von wenigen Zentimetern erhalten. Dennoch hat die Grabung gezeigt, dass auch südlich der Nideggener Straße mit Siedlungsresten des römischen Tolbiacum zu rechnen ist.


  • Düren, Violengasse

Bei der Kanalverlegung in der Violengasse wurden zahlreiche mittelalterliche bis neuzeitliche Befunde freigelegt, die die Veränderung der Violengasse im Laufe der Jahrhunderte belegen.


Trotz der erheblichen Zerstörungen im 2. Weltkrieg haben sich zahlreiche Hausfundamente und Keller des 19. und 20. Jahrhunderts erhalten.

Die freigelegten Hausgrundrisse des 16.-18. Jahrhunderts lassen sich zum Teil in der Radierung Dürens von Wenzel Hollar aus dem Jahre 1634 wiedererkennen.

Pfostengruben, Gruben und vereinzelte Steinfundamente verweisen auf mittelalterliche Siedlungsspuren, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Den wichtigsten Befund der Grabung stellt ein Grubenhaus mit Feuerstelle dar.




Mittelalterliches Grubenhaus mit Ofen
Gerbergruben 18.-19. Jh.


  • Rösrath Haus Staade

Bei Umbaumaßnahmen des Wirtschaftsgebäudes der ehemaligen Burg Staade wurden mehrere neuzeitliche Natursteinfundamente freigelegt.


Bei der archäologischen Begleitung im Rahmen der Umbaumaßnahmen des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes von Haus Staade in Rösrath-Hoffnungsthal konnten im Gebäude mehrere Fundamente freigelegt werden. Sie gehörten entweder zu einer älteren Bauphase des noch bestehenden Fachwerkhauses oder zu einem exakt gemauerten Schalmauerwerk eines älteren Gebäudes, das zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert durch ein Feuer zerstört wurde.

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  • Siegburg St. Servatius

Bei der Sanierung der Servatiuskirche wurden die Fundamente der Kirche sowie Ausschnitte aus dem mittelalterlichen bis neuzeitlichen Friedhof offen gelegt.


Im Rahmen der Außensanierung der kath. Pfarrkirche St. Servatius in Siegburg wurde das gesamte Fundament der Kirche saniert.

Hierbei konnten die Fundamente der unterschiedlichen Epochen von der Romanik über die Gotik bis ins 19. Jahrhundert belegt werden. Am südlichen Annexbau zeigten die Fundamente, dass es sich hier ursprünglich um eine auf drei Seiten offene Halle und nicht einen geschlossenen Raum gehandelt hat.

Im Bereich des nördlichen Annexbaues, der ursprünglich als nach Norden geöffnete Eingangshalle diente, wurden Steinplattengräber freigelegt. Diese gehören zu einem fränkischen Reihengräberfeld.

In allen Untersuchungsflächen wurden Belege für den bis 1807 als Friedhof genutzten Kirchplatz geborgen.


  • Zülpich Stadtmauer

Bei der notwendigen Sicherung der mittelalterlichen Stadtmauer östlich des Münstertores konnten unterhalb der mit Backsteinen verblendeten Mauern Reste der älteren Bruchsteinmauer, unbekannte Stützmauern sowie eine vormauerzeitliche mittelalterliche  Verfüllung  dokumentiert werden.


Die mittelalterliche Stadtmauer in Zülpich neigte sich im Bereich östlich des Münstertores auf einer Länge von ca. 38 m deutlich in Richtung Frankengraben. Deshalb verständigte sich die Stadtverwaltung mit Statiker und Unterer Denkmalbehörde darauf, dem Mauerstück mit seitlichen Stützmauern Halt zu geben.

In dem untersuchten Abschnitt der mittelalterlichen Stadtmauer von Zülpich haben sich nicht nur einige Aspekte zum Bau der Stadtbefestigung, sondern auch zur Nutzung vor dem Mauerbau aufzeigen lassen.

Bei der ältesten unter der Stadtmauer liegenden ca. 6 m breiten Schicht könnte es sich um letzte Spuren der nach Billig und Bonn führenden Römerstraße handeln.

Im Mittelalter ist das Areal vor dem Mauerbau weiterhin intensiv genutzt worden, worauf 1421 Keramikscherben, 419 Tierknochen und 12 Schlackereste hindeuten. Mit dem Bau einer Stadtbefestigung wurde die Fläche eingeebnet. Mindestens drei Stützmauern wurden darauf errichtet und anschließend durch den aufgeschütteten Mauerwall wieder verdeckt. Die ursprüngliche Mauer wurde auf diese Stützmauern und den Erdwall gesetzt.


  • Zülpich-Bürvenich, Pfarrkirche Stephani Auffindung

Während der Sanierung der ehemaligen Zisterzienserinnenkirche Stephani Auffindung wurden Fundamente und Mauern der romanischen Kirche sowie die baulichen Veränderungen in Gotik und Barockzeit dokumentiert. Unterhalb des Fliesenfußbodens aus dem Ende des 19. Jahrhunderts zeigten sich noch Reste des mittelalterlichen Fußbodens.


Die archäologischen Untersuchungen im Rahmen der Umbaumaßnahmen in der ehemaligen Zisterzienserinnen Klosterkirche St. Stephani Auffindung in Zülpich-Bürvenich haben die seit 2011 stattfindenden Untersuchungen der Denkmalpflege bestätigt und ergänzt.

Im Zuge der Erweiterung der älteren Kapelle zu einer Doppelkirche (Pfarr- und Klosterkirche) (1234-1245) in östlicher Richtung wurde die Südwand eines älteren romanischen Wohnhauses integriert. Neben diesen Mauern wurden der romanische Innenputz und Teile des mittelalterlichen Fußbodens freigelegt.

Ein freigelegter romanischer Durchgang vom Nonnenkloster zur Kirche konnte wie seine Zusetzung in der Barockzeit dokumentiert werden.

An die nördliche romanische Kirchenwand ist ein in der Gotik angesetztes Fundament errichtet worden. Es handelt sich eventuell um das Fundament eines Lettners.

Nach der Säkularisation wurde die Trennung zwischen Kloster- und Pfarrkirche aufgehoben. Bei den dafür notwendigen Umbaumaßnahmen wurde zumindest der Boden im Chorbereich mit Mettlacher Fliesen neu gestaltet.


  • Zülpich-Enzen, baubegleitende Untersuchung

Bei der Verlegung eines neuen Wasserrohres wurde auf einem Feldweg östlich des Ortes ein befestigter neuzeitlicher Weg freigelegt.


Bei der Verlegung der Abwasserüberleitung von Dürscheven ins Klärwerk Obergartzem-Enzen fand eine archäologische Begleitung im Bereich beiderseits der Landstraße L 178 östlich von Enzen und östlich des Bleibaches statt.

Am Hangfuß des Turmberges nur wenige Meter von der L 178 entfernt zeigten sich unter der Asphaltdecke des Wirtschaftsweges Spuren eines neuzeitlichen Kieselsteinweges. Es handelt sich hierbei um einen bereits in der Tranchotkarte und in der preußischen Uraufnahme eingetragenen Feldweg.


  • Bornheim-Hersel, Grabung, neolithische Siedlung

Bei einer Kiesgrubenerweiterung wurden Siedlungsreste der Rössenkultur sowie Hausgrundrisse der späten Hallstatt- bzw. Frühlatènezeit freigelegt. Ein jungsteinzeitlicher Ofen zeichnete sich deutlich in seinen ganzen Ausmaßen im Boden ab.


Aufgrund der geplanten Geländeabtragung zur Kies- und Sandgewinnung wurde eine archäologische Grabung unmittelbar östlich der BAB 555, Anschlussstelle Bornheim, und nördlich der L 118, Roisdorfer Straße im Bornheimer Stadtteil Hersel durchgeführt.

Von den insgesamt 51 Befunden konnten anhand von Funden fünf in die Rössen-Kultur und zwei in die Späthallstatt- bis Frühlatènezeit datiert werden. Befunde der Rössenkultur befinden sich verstreut über ein größeres Areal, während sich die späthallstatt- bis frühlatènezeitlichen Befunde auf der Untersuchungsfläche konzentrieren.

Die Befunde sind nur zu 14% anhand von Funden datierbar. Nur aufgrund vergleichbaren Sedimentes kann man davon ausgehen, dass die übrigen Befunde ebenfalls in die beiden genannten Epochen datieren. Hinweise auf eine Besiedlung zu einer anderen Epoche konnten nicht gemacht werden.


Es handelt sich hier um Reste einer dörflichen Siedlung im Niederungsgebiet unweit des Rheins. Durch massiven Bodenabtrag sind ein Teil der Befunde nur noch undeutlich im Planum fassbar, viele dürften auch nicht mehr erkennbar sein. Die Gruben und hier insbesondere die Abfallgruben, die Pfosten, die zum Teil zu einem Haus gehört haben werden, sowie der Ofen lassen im östlichen und mittleren Bereich einen Fundplatz der Rössener Kultur und im südwestlichen Bereich einen der Späthallstatt- bis Frühlatènezeit vermuten. Über die Ausdehnung der Siedlung oder auch das Aussehen der Häuser können aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes und des zu geringen Ausschnittes keine Aussagen gemacht werden.


Projekte vor 2014 finden sie hier.

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